Veröffentlicht am Montag, 27 Juli, 2009 um 14:12 von AS.
Kategorien:Reimtime & Prosa, anderes Geschmiere.
… und es begab sich, dass den Usern eines Forums eine Liste an Wörtern vorgegeben wurde, aus der sie Geschichten formen sollten. Da sowas natürlich etwas ist, was ich gerne mache (aber fast verpennt hätte), hier die Wörter und meine Version, was sich daraus formte:
Sandbankdirektor
Giraffenhals
Toilettenwassertrinker
Überlebensweichei
Zeremonienmeister
Kirschkernforscher
Briefbogenschütze
Domainhoster
Donald Duck
Unterleibskrämpfe
globale Erwärmung
Katze in der Fensterbank
Sandmännchen
Zeitungsentenzüchter
Überlichtgeschwindigkeitsfahrrad
Und jetzt folgend das Produkt:
Wir schreiben das Jahr Zweitausendfumpzich, es ist, wenn man der galoppierend-inflationären, globalen Erwärmung trauen darf, ein Donnerswoch Morgen. Der Mittwoch hat sich als Alpha-Wochentag herausgestellt und herrscht unnachgiebig zusammen mit seinem Zeremoniemeister und dem Rohrstockregiment über die Monwochs, die Dienswochs und alle anderen -wochs.
Zusammengepfercht und demütig wie die Maden im Kral von Quakenbrück haben ebenfalls Barbara Ekligmann, das Sandmännchen und der österreichische Grossgrundbesitzer und Domainhoster Fölix die Segel in Alpina Weiss gestrichen und auf ihre exklusiven Ausstrahlungsrechte an einem ehemaligen Freitag verzichtet und strahlen fortan an einem Sonnwoch zur schlechtesten Sendezeit mit der Sennerin aus Sennestadt auf Drölf Live TV aus. Insbesondere das Froillein, jawohl Froillein, Ekligmann, die aufgrund dieser Entscheidung von starken Unterleibkrämpfen gezeichnet war, die, so war zu erfahren, nicht von ausgiebigen Ritten auf sattellossen Überlichtgeschwindigkeitsfahrrädern herrührten, plädierte anfangs stark für eine Novemberrevolution gegen den Mittwoch und seine Schergen.
Lediglich dem ausgeprägtem Futterneid von latenten Zeitungsentenzüchtern ist es zu verdanken, dass Froillein Ekligmann mit diesem Unterfangen scheiterte und fortan ganz in der Manier eines Donald Duck unnachgiebig zu schnattern begann, wenn da nicht ein beherzter Kirschkernforscher aus Gorsch im Erzgebirge gewesen wäre. Diese Gruppe von Hardlinern, die sich fast devot wie Überlebensweicheier um ihn scharten, forderte nicht nur die Konversion der Wochentage zu Wochenwochs, was inzwischen durchgesetzt war, sondern auch die Aufstockung von Junior Tüten bei Mc Donalds, die Geisselung der Toilettenwassertrinker in öffentlichen Bedürfnisanstalten, bei Zeh & Ah & Ha & Ähm, nein, sie standen ebenfalls lautstark für die Konvertierungen von Feiertagen zu Feierwochs wie beispielsweise den Buss- und Betwoch ein. Natürlich waren sie mit ihren Ideologien gern gesehen Gäste am Hofe vom Mittwoch.
So geschah es als Froillein Ekligmann wieder die scheinbar harmlose Ausstrahlung ihrer Show “Katze in der Fensterbank” dazu nutzte, gegen das Regime des Mittwochs zu wettern. Ihr Giraffenhals, der dabei die Aussmasse einer 5 zölligen Klemmmuffe annahm, war ein ideales Ziel für den angeheuerten Briefbogenschützen, der lautlos mit einem Din A4 Pilum zunächst ihr Sternum und dann den Hals durchbohrte, woraufhin sie leider verschied.
Der Mittwoch, der zu diesem Zeitpunkt am Strand von Goch auf Rochen über Wellen floch, lächelte zufrieden, ob dieser Nachricht, die ihm von seinem Sandbankdirektor überbracht wurde. Er hob sein Opernglas in die Höhe und rief “Ein Toast” und ass es. Dies war der Tag, als die Märzember Revolution begann.
Grüße
AS
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