Veröffentlicht am Mittwoch, 11 August, 2010 um 10:16 von AS.
Kategorien:Satire & Zynismus.
Jetzt also steht es fest, Google wird im Rahmen von Google Street View anfangen, deutsche Städte abzulichten. Und, weil ich ein guter Deutscher bin, dem der Datenschutz und die Privatsphäre am Herzen liegt, ich untertreibe bewußt, gilt es natürlich, gegen so etwas direkt Widerspruch, lautstarken Protest und Sodom und Gomorrha anzumelden. Was fällt diesen Google Leuten eigentlich ein?!
Ich sag ganz klar, dass es Google gar nichts angeht, welche Farben die Geranien in meinen Blumenkästen haben. Dass ich auf meinem Blog den Geranienkauf, die Bepflanzung, die Aufzucht und mehr minutiös dokumentiert habe, ist selbstverständlich ein anderes Paar Schuhe. Das habe ich schließlich nur aus dem Grunde gemacht, um die Pflanzenfreunde im Web, die meinen Blog lesen zu begeistern.
Ja und nur, weil ich die Ultraschallbilder meiner schwangeren Frau bei “Lokalisten” und “Wer kennt wen” veröffentlicht habe, die ersten Bilder nach der Geburt, das Stillen meines Nachwuchs an den Brüsten meiner Frau, ihre Gebärlaute als mp3 ins Netz gestellt (immerhin habe ich schon einige hundert Downloads), darf Google noch lange nicht die schöne graue Fassade unseres Mietshauses ablichten hinter der der süße Fratz aufwächst.
Stimmt, ich habe auf Facebook und per Twitter mitgeteilt, von wann bis wann ich in Urlaub bin, wohin es geht und über die leidigen Probleme berichtet, dass wir niemanden haben, der im Haus mal nach dem Rechten sieht und, dass wir dadurch ein ganz schön mulmiges Gefühl während unserer Abwesenheit von daheim haben. Man denke nur an die ganzen kriminellen Individuen, die sich dort draußen herumtreiben und wenn die sehen, dass Google die genaue Lage meines Hauses zeigt, dann kann ich ja direkt den Schlüssel unter die Fußmatte legen. Das kann es doch wohl nicht sein. Was, ob ich bei Facebook unter meinem realen Namen schreibe? Natürlich, warum auch nicht, so macht man das doch in so einer großen weltweiten Freunde Community.
Ich glaube, ihr habt verstanden, dass ich etwas so verwerfliches wie Google Street View nicht akzeptieren kann, ja, ich bin auf das Äußerste pikiert. Wo kommen wir denn dahin, wenn jegliche Privatsphäre einfach so im Netz für jedermann zugänglich ist? Tut mir leid, dass ich gerade nicht mehr Zeit habe, das hier auszuweiten, aber ich muss jetzt losziehen und von meinem Widerrufsrecht Gebrauch machen.
Schon auf dem Sprung
AS
Veröffentlicht am Dienstag, 1 Juni, 2010 um 8:12 von AS.
Kategorien:Satire & Zynismus.
Da geht er dahin, sichtlich gekränkt, für alle überraschend. Sprach er doch deutlich aus, dass die deutsche Nation, pardon Politik, nur lediglich aufgrund wirtschaftlicher Interessen noch diesen Afghanistan-Wahnsinn fortführt und (was er nicht sagte) damit das Blut deutscher Soldaten dem schnöden Mammon gegenüberstellt. Dass wir insofern keinen Deut besser sind, wie meine Lieblingsnation, die Amerikaner, stand sowieso lange außer Frage. Und obwohl genau seine Aussage fast wortwörtlich in offiziellen Papieren der Bundeswehr zu finden ist, fällt man ihm für ein beinahe Zitat in den Rücken und echauffiert sich über die ehemals selbst verfassten Zeilen. Nein, das ist nicht paradox, ja gut, ein bisschen, aber im Grunde ist das einfach nur frech.
Ob ich selber so reagiert hätte als “Bundesandi”, ich weiss es nicht, aber ich spreche hiermit meinen aufrichtigen Dank an Horst Köhler aus, der jahrelang manns genug war, unabhängig von seinem politischen Amt, deutliche Worte zu finden.
Und gerade eben vernahm ich, dass man als Nachfolgerin bereits eifrig über Frau von der Leyen nachdenke. Dabei witzelte ich gestern noch so Stammtisch-mäßig, dass dem Horst bald die Angie folgt und der Guido dann alle Ämter übernimmt, inklusive dem nächstjährigen Eurovisionsauftritt für Deutschland. Dass nun bald die Gebärmutter der Nation Deutschland vetreten soll, empfinde ich als einen offenen Affront an diese Position.
Jedenfalls merkt man dieser Tage immer wieder, dass diese Bundesregierung jederzeit in der Lage ist, sich stetig selbst zu toppen.
AS
Veröffentlicht am Dienstag, 11 Mai, 2010 um 12:32 von AS.
Kategorien:Reimtime & Prosa, Satire & Zynismus.
… der Lissabonner Verträge. Verfasst vermutlich um den Zeitpunkt der Ratifizierung herum.
Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
ist wert, dass es zugrunde geht;
Drum besser wär’s, dass nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz, das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.
ein Name lässt sich leider nicht entziffern, allerdings scheint es aus deutscher Unterzeichnerfeder zu enstammen.
AS
Veröffentlicht am Dienstag, 11 Mai, 2010 um 11:31 von AS.
Kategorien:Satire & Zynismus.
Ich dachte immer nur, dass das für die kleine Schmiernotiz o.ä. gilt, die man mal unvorsichtig und in Windeseile verfasst hat. Aber nein, da haben wir doch meilenweit gefehlt. Wie sich jeder noch so politikverdrossene Leser dieses Blogs denken kann, werden Verträge, welche die Tragweite von Maastricht oder Lissabon haben, nicht mal so eben beim Bier in der Stammkneipe neben dem Europaparlament durchgedroschen, sondern schon mit ein wenig mehr Bedacht zurecht gefeilt. Ein Teilprodukt des Lissabon Vertrags, der die europäische Währungsunion, unseren ach so heißgeliebten Euro, zum Thema hat, ist unter anderem auch dieser Artikel hier. Die Nummer 125, aus der ich kurz zitieren darf:
Die Union haftet nicht für die Verbindlichkeiten der Zentralregierungen, der regionalen oder lokalen Gebietskörperschaften oder anderen öffentlich-rechtlichen Körperschaften, sonstiger Einrichtungen des öffentlichen Rechts oder öffentlicher Unternehmen von Mitgliedstaaten und tritt nicht für derartige Verbindlichkeiten ein.
Für alle, die keine Lust haben, sich im Hinterstübchen zusammen zu reimen, was das bedeutet, hier die kurze Erklärung an einem Beispiel:
Hans, Franz und Klaus sind richtig dicke Kumpel. Der Hans baut Karotten an, der Franz die Kartoffeln und Klaus hat die Rüben auf dem Acker. Irgendwann beschließen die drei, dass es doch eine töfte Sache wäre, wenn von nun an alle drei nicht mehr Karotten, Kartoffeln und Rüben anbauen, sondern Salat. Und so wird es beschlossen, die Salat-Ackerunion ist ins Leben gerufen. Damit das natürlich alles mit rechten Dingen zugeht, bringen Hans, Franz und Klaus u.a. zu Papier, dass sie sich untereinander, falls jemand mal in eine Gemüse technische Notlage geraten sollte, nicht helfen werden und dürfen. Warum aber schreiben sie das? Früher haben sie sich doch auch mit Karotten, Kartoffeln und Rüben gegenseitig ausgeholfen? Nun, Salat ist eben was anderes und wenn bei einem der drei ein Salatdefizit entsteht, dann haben sie den Salat.
Veröffentlicht am Montag, 3 Mai, 2010 um 11:57 von AS.
Kategorien:Satire & Zynismus.
… bekommen wir Deutschen denn jetzt endlich den guten Ouzo, nachdem wir faktisch zu einem Träger des griechischen Staates heranwachsen? Das hätten wir uns redlich verdient, nachdem wir scheinbar in einem Vollrausch von schlechtem Ouzo beschlossen haben, immense Summen nach Griechenland zu pumpen.
Aber mal ab vom Ouzo, hier wird mit einer Kurzsichtigkeit gehandelt, die lediglich das Produkt eines Prestigedenkens ist, anstatt mal lieber einen Tag nur entfernt Tacheles zu reden. Als wir, Deutschland und die anderen Staaten, uns darauf einließen, in den nächsten 2 Jahren insgesamt 120 Milliarden locker zu machen, muss uns wohl der Teufel höchstpersönlich geritten haben. Ich möchte nicht sagen, dass eine Hilfe für Griechenland völlig falsch ist, aber ich klage an, dass sie falsch aufgezogen wird.
Blicken wir doch auf die Gründung der EURO-Währungsunion zurück. Schon damals war Griechenland der Staat, der eigentlich gar nicht hätte aufgenommen werden dürfen, aber dass Bilanzkosmetik nicht nur im kleinen Stil beim örtlichen Gas-Wasser-Scheisse Unternehmen funktioniert, hat man damals eindrucksvoll bewiesen, indem man den zugegeben maroden Drachmenstaat in den EURO integrierte. Ein Glansztück an Augenwischerei und ein Produkt von Scheuklappen auf den Augen der damaligen Unterzeichner, die nicht ahnen wollten, was das für die Zukunft an Problemen bringen würde.
Und jetzt haben wir den Salat, mit richtig viel Feta. Aus den Lautsprechern scheppert die Musik und wir tanzen Hand in Hand den Sirtaki, um diesen Abschluß zu krönen. Noch ein Ouzo, Herr Papandreou? Danach hätte ich 1-2 Fragen, das Recht habe ich mir doch sicher durch die eine oder andere Milliarde erworben, richtig?
Veröffentlicht am Donnerstag, 22 April, 2010 um 9:38 von AS.
Kategorien:Satire & Zynismus.
Da hat sich doch so mancher erdreistet zu sagen, dass der Wahlkampf in NRW richtungsweisend sei, jawohl richtungsweisend für das ganze Land, für unsere zukünftige Bundesregierung. Und dann schlendere ich an Wahlplakaten in der Größe von Kinoleinwänden vorbei, wo z.B. eine große Partei mit Lächeln verkündet:
“Herzlich. So ist mein NRW.”
Wenn man heute mit solchen Aussagen, Ankündigungen mit dieser Tragweite, Wähler gewinnen kann, dann sind wir in etwa bei dem Niveau von 9Live, wo ab 23 Uhr auch barbusig und herzlich erklärt wird, dass man 5 Städte mit 5 Buchstaben finden soll. Übrigens, der Empfang bei mir daheim ist auch herzlich.
Wer sich also anmaßt in etwa so oder so ähnlich richtungsweisende Wahltrends zu schaffen und, so befürchte ich, auch entsprechend viel Wählerszuspruch findet, ist entweder politisch richtungslos oder zu feige für klare Aussagen oder einfach nur unheimlich schlau, weil man heute nur noch larifari-like daherreden muss, um den Nerv der abgestumpften Bevölkerung zu treffen.
Sehen wir also dem Wahlausgang mit Schrecken entgegen.
AS
Veröffentlicht am Montag, 30 November, 2009 um 15:43 von AS.
Kategorien:News & Ich, Satire & Zynismus.
Da wir aufgrund des Schweizer Volksentscheids auch wieder eine heiße Debatte in Deutschland haben, mögen sich bitte insbesondere die aufgebrachten Vertreter der Minarett Befürworter folgendes überlegen:
Große Gemeinden von tiefgläubigen Christen siedeln sich in größeren Mengen in streng islamisch geprägten Ländern an. Um ihrem Glauben authentisch und vollendet nachgehen zu können, genügen den deutschen Gemeinden in diesen Ländern nicht mehr die Gotteshäuser, in denen sie einkehren können, sondern sie stellen fest:
“Zu einer Kirche gehört immer mindestens 1 hoher Glockenturm”
Darum, liebe Minarett Befürworter, überlegt, ob und wie ihr in diesen Situationen entscheiden würdet, wenn starke Christianisierung in euren Ländern stattfinden würde. Wie hoch ist eure Toleranz, wie hoch muss unsere sein?
Es grüßt kritisch
AS
Veröffentlicht am Donnerstag, 16 Juli, 2009 um 15:06 von AS.
Kategorien:Satire & Zynismus.
In wievielen Gesprächen erzählen uns unsere Mitmenschen, Freunde, Bekannte und alles, was sich irgendwie artikulieren kann, wenn man sie nach den Dingen fragt, die für sie an einer/einem potentiellen Lebenspartner/in wichtig sind, dass an allererster Stelle, quasi als das non-plus-ultra, die
Inneren Werte
stehen. Man muss sich ja schliesslich verstehen können, man muss sich vor allem jenseits der offensichtlichen Eindrücke auch harmonisch zurechtfinden und genau darum wird uns jeder, nein halt ich revidiere es auf 99,99%, versichern, dass alles andere nur zweitrangig ist. Ich kann mir gerade ein kurzes Schmunzeln voller Verbitterung gar nicht verkneifen.
Bitte schaut euch doch einfach mal um, wühlt in den Impressionen eures Alltags und folgt mir gedanklich, jedenfalls ein bisschen.
Sicher erinnert sich so mancher von euch an die Person mit dem schiefen Gebiß, die euch gegenüber gesessen hat; ach und auch die Fingernägel entsprachen so gar nicht dem, was eure Vorstellung von gepflegt trifft. Ihr habt zweifelsfrei Glück gehabt, dass eure jetzigen Lebensgefährten zum Glück weit gepflegter in dieser Hinsicht sind. Ja, ihr seid Glückspilze und verkauft daher eure Partner/innen darum auch aufgrund der tollen inneren Werte und all dem, was ihr so an ihnen schätzt. Einfühlungsvermögen, Treue, Ehrlichkeit und sicher fallen dem einen oder anderen von euch noch viel mehr Tollitäten ein, was eure Partner/innen so einzigartig macht. Das Aussehen, da redet ihr ja gar nicht von und eine optische Vorstellung von einem Idealmann oder einer Idealfrau habt ihr sowieso nicht denn wir erinnern uns, was für euch wichtig ist, die
Inneren Werte.
Veröffentlicht am Mittwoch, 19 November, 2008 um 13:14 von AS.
Kategorien:Satire & Zynismus.
… ich musste neulich sehr intensiv an Sie denken. Nicht etwa, weil ich Sie etwa als Frau besonders interessant finden würde, sondern vielmehr wegen einer lustigen Geschichte in meinem Sportverein. Treiben Sie Sport?
Ich bin Vorsitzender des Turnvater Jahn Sportvereins in einem kleinen Ort in unserem geliebten Hessen. Unlängst begab es sich, dass ich mich für ein neues Vereinsheim stark machte, was zwar einen gewaltigen finanziellen Aufwand bedeuten würde, jedoch in meinen Augen absolut nötig ist, da das alte Vereinsheim mittlerweile an vielen Ecken renovierungsbedürftig ist und schon der Putz von den Wänden bröselt.
Zu eben jenem Zeitpunkt stand auch übrigens die Wiederwahl des Vorsitzenden, also meine Person, auf dem Programm. Der Vorsitzende hat bei uns im Verein alle 3 Gewalten, sprich die Exekutive, Judikative und Legislative, inne, die ihm eine einfache Mehrheit der Vereinsmitglieder für jeweils 2 Jahre ausspricht. Um das Projekt mit dem neuen Vereinsheim durchsetzen zu können, war es mir also daran gelegen, wiedergewählt zu werden. Leider hatte im Vorfeld die Diskussion um das neue Vereinsheim für ordentlichen Wirbel gesorgt und die Mitglieder waren gespaltener Meinung.
Veröffentlicht am Mittwoch, 19 November, 2008 um 9:10 von AS.
Kategorien:Satire & Zynismus.
Guten Tag,
mein Name ist Fritz Kaluppke und ich bin Inhaber eines typischen Gas-Wasser-Scheisse Installationsbetriebs. Sie kennen das vielleicht eher unter der Bezeichnung Sanitär Installation. Ich führe diesen Betrieb in 2. Generation und wollte ihnen kurz etwas erzählen bevor der Insolvenzverwalter vor der Tür steht.
Eigentlich begann alles vor ein paar Wochen, als meine Hausbank die Kredite nicht mehr verlängern wollte, weil sie durch eigentlich bombensichere Geschäfte am internationalen Geldmarkt in Schieflage geraten war. Kurzum, ich sollte meine Kredite zurückzahlen, weswegen ein großer Teil der Lieferantenrechnungen in Verzug gerieten. Da ich als Gesellschafter persönlich hafte, habe ich versucht meine Zertfikate von BearStearns und LehmannBrothers zu verkaufen, mir wurde aber von eben meiner Bank mit einem freundlichen Schulterzucken berichtet, dass sie kaum noch das Papier wert sind, auf dem man sie gedruckt hat. In solchen Momenten habe ich das Verlangen, eine Normklobürste abseits ihres eigentlichen Einsatzgebietes einzusetzen und sie dem Mitarbeiter meiner Bank in … aber lassen wir das.
Da hatte ich den Salat; mein Privatvermögen hatte sich in viel Wohlgefallen aufgelöst, meine Bank, die mir diese Anlage damals allerwärmstens empfohlen hatte, kündigt meine Kredite auf bzw. verlängert sie nicht. Man munkelt, dass sie das ihrer Niederlassung in Dublin zuzuschreiben haben, wo 8 junge dynamische Mitarbeiter mit einem Portefeuille von ca. 6-7 Milliarden Euro lustig spekuliert, pardong, investiert haben. Das muss man sich in etwa vorstellen, als würde ich eine Europalette Tiefspüler kaufen und niemand weiss, ob ich die jemals an den Kunden bringe. Das tolle an dieser Geschichte ist, dass sie in Irland machen konnten, was sie wollten, weil sie sich dort als Niederlassung völlig der deutschen Bankenaufsicht entziehen. Vielleicht hätte ich auch eher über eine Kaluppke gas-water-shit Plc nachdenken sollen. Dort hätte mein Mitarbeiter Werner Knops dann jede Menge Spekulationen im Waschtischarmaturenbusiness gemacht. Leider ist es dafür zu spät.
Veröffentlicht am Mittwoch, 10 September, 2008 um 9:07 von AS.
Kategorien:Satire & Zynismus, anderes Geschmiere.
Stellt euch mal eine echt lange Zahl vor, sagen wir mal 4 Milliarden. Das sähe dann in etwa - nein sogar exakt - so aus: 4.000.000.000
Ziemlich beeindruckend würde ich meinen. Damit könnte man seinen privaten Einkauf eine ganze Weile finanzieren, ohne bei Lidl die Käsescheibe 2 mal umdrehen zu müssen. Genau diese Summe haben irgendwelche Wissenschaftler in der Nähe von Genf in ein Projekt gesteckt und unterirdisch eine 27 Kilometer lange Röhre gebastelt, welche sie dazu benutzen wollen, um darin ein paar Atome, Neutronen, Ionen, Elektronen, Kationen, Euronen und viel Elektroschrott umher zu wirbeln. Was aber soll das bringen?
Nun, um das zu veranschaulichen, könnt ihr ganz einfach zuhause diesen Versuch nachstellen. Dazu nehmt ihr ein paar leere Papprollen eines einfachen Zellsstoffsaugtuchs, biegt sie leicht und klebt sie dann in Form einer kreisförmigen Röhre zusammen. Bevor ihr die letzten beiden Stücke zusammenfügt, solltet ihr zusehen, dass ihr inzwischen einen großvolumigen Furz konserviert habt, den ihr unmittelbar in die Röhre absondern könnt. Danach schnell die Röhre luftdicht versiegeln. Jetzt kommt der große Augenblick - nehmt euch ein handelsübliches Feuerzeug und zündet die kreisförmige Röhre an einer beliebigen Stelle an. Wenn alles gut läuft, eure Abgase ausreichend waren, dann sollte sich ein mittleres Inferno sowie ein Knall von der Lautstärke eines C-Böllers einstellen. Kurzzeitig zuckende Flammen könnt ihr ignorieren, sofern ihr die Initialzündung nicht auf dem Federbett vorgenommen habt.
Veröffentlicht am Freitag, 14 Dezember, 2007 um 9:54 von AS.
Kategorien:Satire & Zynismus.
… Schall, Rauch, Lügen und dümmliche Höflichkeit sowie mangelndes Taktgefühl und eine Spur Heuchelei. Zwar könnte man nicht gerade die Klimabelastung schmälern, aber man könnte seiner Ehrlichkeit ein neues Gesicht verpassen, wenn man sich in den saisonalen Glückwünschen und täglichen Freundlichkeiten etwas reduziert bzw. adäquat einpendelt. Wovon rede bzw. schreibe ich überhaupt?
Mahlzeit:
Mit Betonung auf dem “a” werden allerorts in Deutschland jeden Mittag Millionen von Gehörrezeptoren vergewaltigt. Gar nicht gerne, aber stellvertretend für die unsachgemäße und unbedachte Anwendung dieses Unworts, erinnere ich mich an meine ehemalige Arbeitsstätte. Tatort - prinzipiell überall. Große Firmen haben große Bedürfnisräumlichkeiten. Da steht man vor oder nach dem Mittagstisch neben 7 weiteren, pinkelnden, zielenden und abschüttelnden Kollegen am Firmenpissoir, sinniert gerade über die Farbnuancen seines Urins und die Einführung von Pissoirs für weibliche Mitarbeiter, bis Kollege Nummer 8 die keramischen Gefilde betritt und erstmal ein lautes “Mahlzeit” verkündet. (more…)
Veröffentlicht am Montag, 13 August, 2007 um 9:31 von AS.
Kategorien:Satire & Zynismus.

Na da wird doch der selbst der letzte Wachhund in der Pfanne verrückt. Ich meine, sind das nicht wirklich bahnbrechende Nachrichten? Wir reden übrigens von dem, was sich so an der Grenze zwischen der ehemaligen DDR und BRD zutrug.
Dachten wir doch bisher immer, dass Selbstschussanlagen, die dort installiert waren, vor allem dazu angedacht waren, auf sich selber zu schiessen und, dass getroffene Personen, die sich dort zwecks Grenzüberquerung tummelten, nur quasi das Opfer von Querschlägern geworden sind.
Ferner glaubten wir doch bisher immer, dass alle ehemaligen Grenzsoldaten dem sozialistischem Schützenverein Blaue Bohne e.V. angehörten und nur versehentlich den Blattschuss auf menschliche Wesen abfeuerten, anstatt auf den 12 Ender Hirsch, der, wie wir hinlänglich wissen, gerne in grenznahen Gebieten geradezu ganzjährig in der Brunft ist.
Nicht zuletzt waren wir davon überzeugt, dass es bereits zu Zeiten der DDR reichlich Gewalt in den Medien und gewaltverherrlichende Kombjudaspiele gab, die immer wieder starken Einfluss auf labile Persönlichkeiten hatten; insbesondere Grenzer waren für solche psychologisch wenig wertvollen Einflüsse bekannt.
Und gingen wir nicht immer davon aus, dass sich hier und da bei der Waffenreinigung mal ein Schuss löste, der wirklich tragisch das eine oder andere Mal umherirrende Schemen des Nachts im Rücken traf?
Wir stellen fest, ein ganzes Weltbild, über Jahrzehnte geprägt, geht die Wupper runter. Plötzlich soll es einen Schießbefehl gegeben haben?! INBEGRIFF ist wahrlich pikiert, ob dieser neuen Erkenntnis.
Veröffentlicht am Montag, 2 Juli, 2007 um 12:59 von AS.
Kategorien:Satire & Zynismus.
Von unserem Korrespondenten P. Lump-Udding erfuhren wir eben, dass am Flughafen Heathrow eine 86jährige Dame festgenommen wurde. In ihrer Handtasche befanden sich eine Klinikgröße Herztropfen sowie Nagellackentferner und ein dragiertes Mittel gegen Sodbrennen. Die Britin, die aus der Grafschaft Newhampshire stammt, wurde von einem Großaufgebot Polizisten von Scotland Yard abgeführt und zur Stunde verhört.
Ob dieser neuerlichen Vorfälle erkundeten wir uns bei einem renommierten Chemie- und Pharmaunternehmen, wie groß die Gefahr tatsächlich gewesen sei. Dort bestätigte man uns, dass durchaus Anlass zur Sorge bestand. Ginge man davon aus, dass man beide Flüssigkeiten mittels eines Erlenmeyerkolbens vermische und die gemörserten Dragees in Nanomengen einstreue, so erhielte man eine durchaus reaktionsfähige Substanz.
Veröffentlicht am Dienstag, 26 Juni, 2007 um 10:09 von AS.
Kategorien:Satire & Zynismus.
Unbestätigten Gerüchten zufolge plant die Pilton Hotelgruppe die Einrichtung von sogenannten “punish-rooms”. Man hat sich hierbei vorzustellen, dass hinter den nach außen unscheinbaren Hoteltüren ein karges, vergittertes Ambiente wartet, was vorwiegend in Einfachkeramik (Wände, Boden, Decke) gehalten ist, sowie über eine spartanische Ausstattung in schlagfestem Interieur (WC, Handwaschbecken etc.).
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