Veröffentlicht am Mittwoch, 11 August, 2010 um 10:16 von AS.
Kategorien:Satire & Zynismus.
Jetzt also steht es fest, Google wird im Rahmen von Google Street View anfangen, deutsche Städte abzulichten. Und, weil ich ein guter Deutscher bin, dem der Datenschutz und die Privatsphäre am Herzen liegt, ich untertreibe bewußt, gilt es natürlich, gegen so etwas direkt Widerspruch, lautstarken Protest und Sodom und Gomorrha anzumelden. Was fällt diesen Google Leuten eigentlich ein?!
Ich sag ganz klar, dass es Google gar nichts angeht, welche Farben die Geranien in meinen Blumenkästen haben. Dass ich auf meinem Blog den Geranienkauf, die Bepflanzung, die Aufzucht und mehr minutiös dokumentiert habe, ist selbstverständlich ein anderes Paar Schuhe. Das habe ich schließlich nur aus dem Grunde gemacht, um die Pflanzenfreunde im Web, die meinen Blog lesen zu begeistern.
Ja und nur, weil ich die Ultraschallbilder meiner schwangeren Frau bei “Lokalisten” und “Wer kennt wen” veröffentlicht habe, die ersten Bilder nach der Geburt, das Stillen meines Nachwuchs an den Brüsten meiner Frau, ihre Gebärlaute als mp3 ins Netz gestellt (immerhin habe ich schon einige hundert Downloads), darf Google noch lange nicht die schöne graue Fassade unseres Mietshauses ablichten hinter der der süße Fratz aufwächst.
Stimmt, ich habe auf Facebook und per Twitter mitgeteilt, von wann bis wann ich in Urlaub bin, wohin es geht und über die leidigen Probleme berichtet, dass wir niemanden haben, der im Haus mal nach dem Rechten sieht und, dass wir dadurch ein ganz schön mulmiges Gefühl während unserer Abwesenheit von daheim haben. Man denke nur an die ganzen kriminellen Individuen, die sich dort draußen herumtreiben und wenn die sehen, dass Google die genaue Lage meines Hauses zeigt, dann kann ich ja direkt den Schlüssel unter die Fußmatte legen. Das kann es doch wohl nicht sein. Was, ob ich bei Facebook unter meinem realen Namen schreibe? Natürlich, warum auch nicht, so macht man das doch in so einer großen weltweiten Freunde Community.
Ich glaube, ihr habt verstanden, dass ich etwas so verwerfliches wie Google Street View nicht akzeptieren kann, ja, ich bin auf das Äußerste pikiert. Wo kommen wir denn dahin, wenn jegliche Privatsphäre einfach so im Netz für jedermann zugänglich ist? Tut mir leid, dass ich gerade nicht mehr Zeit habe, das hier auszuweiten, aber ich muss jetzt losziehen und von meinem Widerrufsrecht Gebrauch machen.
Schon auf dem Sprung
AS
Veröffentlicht am Montag, 9 August, 2010 um 15:42 von AS.
Kategorien:Reimtime & Prosa.
In meinem panic room,
ein Körperkleiderschrank,
sonst nichts,
nicht einmal ich.
Veröffentlicht am Montag, 2 August, 2010 um 13:39 von AS.
Kategorien:Reimtime & Prosa.
Regen ist ein wenig wie Liebe;
will man es nicht spüren,
versucht man sich zu schützen,
aber wenn man nicht damit rechnet,
merkt man, wie erfrischend es doch ist.
Veröffentlicht am Montag, 2 August, 2010 um 13:32 von AS.
Kategorien:Reimtime & Prosa.
Die Maßeinheit
für Widerstand
ist nicht Ohm
ist Individualität
Veröffentlicht am Montag, 2 August, 2010 um 13:29 von AS.
Kategorien:Reimtime & Prosa.
Schaut sie nur an,
da sitzen Dolce und Gabbana,
Douglas gedieselte Zweifotzigkeit,
mit nicht verschränkten Beinen.
Feuchte Mundwinkel und Schöße
in typischer Kreditkartenbrunft.
Wann kommt der Jäger mit der großen Flinte,
von südländischen Ferraristi Potenz,
der Eiweiß und Designermoden
von der Stange schießt?
Veröffentlicht am Montag, 2 August, 2010 um 13:21 von AS.
Kategorien:Schnipsel & Unfertiges.
Spreizfreudigkeit hat nichts mit Verantwortungsbewußtsein zu tun. Trotzdem halten soviel junge Mütter die Produkte ihrer Breitbeinigkeit an Brüsten, an denen sie selber noch kürzlich gesogen.
Veröffentlicht am Montag, 2 August, 2010 um 13:18 von AS.
Kategorien:Schnipsel & Unfertiges.
Viele Menschen reden unentwegt von Liebe und doch meinen sie lediglich Geilheit und Sex. Wo sind denn die Menschen, die von Geilheit und Sex reden, aber dabei Liebe meinen?
Veröffentlicht am Montag, 2 August, 2010 um 13:11 von AS.
Kategorien:Reimtime & Prosa.
In den eigenen 4 Wänden zu leben,
das ist ein großer Schritt.
Über die eigenen 4 Wände hinaus zu denken,
das wiederum ist etwas,
was mancher sein Lebtag nicht schafft.
Veröffentlicht am Montag, 26 Juli, 2010 um 14:31 von AS.
Kategorien:News & Ich.
Die schon etwas betagteren Leser von euch, die Blogwühler und ein erlesener Leserkreis, welche mein Machwerk “Leichen auf Laminat”, was in jeder guten Bibliothek direkt neben Dostojewski und Kafka zu finden sein sollte, bereits genießen durften, werden sich gewiß freuen, dass dieses Produkt höchsten, schrifstellerischen Genies bald eine eigene Seite bekommt.
Richtig vernommen, “Leichen auf Laminat” wird ausgekoppelt und bekommt aufgrund des Umfangs, mannigfaltiger Verlagsabsagen und latentem Reichtum des Verfassers eine eigene Webpräsenz. Hierzu muss auch ein Blog auf Basis von Wordpress herhalten.
Damit wird hier auf Inbegriff (in den nächsten Tagen / Wochen) natürlich die entsprechende Kategorie, sowie die dort eingestellten Kapitel verschwinden. Ein Link wird stattdessen darauf hinweisen (und natürlich hinführen) wohin sich “Leichen auf Laminat” verzogen hat. Natürlich ist dieser wunderbare, an Spannung, Wortwitz, Selbstbeweihräucherung und Finesse nicht zu überbietende Roman bereits fertiggestellt und wird auf seiner neuen Präsenz auch für alle als kompletter, formatierter Download zur Verfügung stehen, wobei ich eine *.doc und *.pdf Version anbieten möchte.
Aus gut informierten Quellen wurden übrigens in den letzten Tagen Stimmen laut, dass es in der Zukunft bereits einen weiteren Fall geben könnte, in dem wir die Protagonisten wiedersehen. Nähere Informationen sind allerdings dazu noch nicht durchgesickert.
Grüße
AS
Veröffentlicht am Mittwoch, 21 Juli, 2010 um 13:41 von AS.
Kategorien:Reimtime & Prosa.
Warum gibt es so wenig Schuster?
Die Ahle zu führen braucht
Kraft und Geschick,
damit ein Schuh draus wird,
aber nicht,
um sich das Licht zu nehmen;
dazu bedarf es lediglich
einem bisschen Dummheit.
—–
Gäbe man
jedem und jeder
eine Ahle an die Hand,
wieviele würden
erblinden?
Schuster?
Eben.
Veröffentlicht am Mittwoch, 21 Juli, 2010 um 13:36 von AS.
Kategorien:Reimtime & Prosa.
Ich habe Kakteen im Herzen,
was nutzt da ihre Blüte
und wofür noch Tränen
im roten Augensand verschwenden.
Die Geier am Zahnsaum
haben das Lächeln längst gefressen
und dann kommst du,
machst die Wüste urbar,
mit nur einem Blick.
Veröffentlicht am Montag, 19 Juli, 2010 um 13:58 von AS.
Kategorien:Reimtime & Prosa.
Zieh dich nicht aus,
spar dir die Verrenkungen.
Erst wenn dein Hirn
schoßfeucht ist,
nass,
so nass,
dass die Augen röten,
dann bin ich da,
deine Charmelippen zu streicheln,
bereit zum Zerebralverkehr.
Veröffentlicht am Montag, 19 Juli, 2010 um 13:51 von AS.
Kategorien:Reimtime & Prosa.
Ein,
man sagt
“umgekipptes” Gewässer,
Algen,
Schlamm,
Unrat.
Nur selten verirren sich Wasservögel
(lediglich mangels besserer Gelegenheit),
Fische schon lange nicht mehr
oder bäuchlings
mit ausdruckslosen Augen.
Am Ufer
wird gefeiert,
unter der Brücke
pinkeln sie
in mein Antlitz.
Veröffentlicht am Montag, 19 Juli, 2010 um 13:43 von AS.
Kategorien:Reimtime & Prosa.
Montags bis Freitags
drücke ich “PLAY”,
Samstags und Sonntags
“RECORD”.
Veröffentlicht am Freitag, 16 Juli, 2010 um 14:46 von AS.
Kategorien:Reimtime & Prosa.
Der vor mir hat den Kassenbon liegenlassen
1 Dose “Grillen mit Freunden”
2 Instant Suppen “Beischlaf mit Ehefrau”
1 Glas “Fernsehabend am Mittwoch”
1 Tiefkühlkost “Hausputz”
1 Sixpack “Autowäsche”
und ich stehe hier mit einer Banane
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